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Ratgeber Krebs

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Krebs
Wissenswertes zu Krebs

Neben genetischen Faktoren, gibt es auch zahlreiche weitere Aspekte, die die Entstehung von Krebs begünstigen können. Dazu gehören z. B. Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Übergewicht, vermehrter Alkohol- und Tabakkonsum sowie der häufige Verzehr von rotem Fleisch. Es ist deshalb wichtig, sich regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, um eine mögliche Krebserkrankung frühzeitig zu diagnostizieren. Für Frauen gibt es die Möglichkeit der Tastuntersuchung der Brust, der Mammografie und des sog. PAP-Tests. Männer sollten ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine digital-rektale Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, um eine mögliche Prostatakrebserkrankung festzustellen. Auch eine Untersuchung durch den Hautarzt und eine Darmspiegelung dienen der Vorsorge.

Wissenswertes zu Krebs

Nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Krebserkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Viele Faktoren, die zu Krebs führen, sind noch nicht bekannt oder man kann sie nicht verhindern, weil z. B. eine genetische Veranlagung für eine bestimmte Krebserkrankung in der Familie vorliegt. Inzwischen sind Zusammenhänge zwischen dem persönlichen Lebensstil und der Entstehung von Krebs durch mehrere medizinische Studien belegt.

Risikofaktoren meiden

Anhand von Studien bei Patienten mit Krebs stellte sich heraus, dass Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ein erhöhtes Risiko haben können, an Bauchspeicheldrüsenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs und Krebs an den Harnwegen oder der Harnblase zu erkranken.

Übergewichtige Menschen haben oft ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Brustkrebs, Dickdarmkrebs,  Krebs der Niere oder Gallenblase nach den Wechseljahren sowie Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), Eierstockkrebs oder Speiseröhrenkrebs.

In mehreren Studien wird belegt, dass der häufige Genuss von Alkohol mit der Entstehung von Krebs im Mund-, Rachen- und Kehlkopfbereich sowie Speiseröhrenkrebs, Darmkrebs und Brustkrebs in Zusammenhang steht. Wer gerne und viel rotes Fleisch isst, kann ein erhöhtes Risiko haben, an Dickdarmkrebs zu erkranken.

Der Europäische Kodex zur Krebsprävention rät die Vermeidung von Überwicht. Ebenso sollte auf das Rauchen verzichtet werden, denn die Inhaltsstoffe von Tabak erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Alkohol sollte zur Vorbeugung von Krebs nur in Maßen genossen werden. Um Hautkrebs zu vermeiden, sollte man sich vor starker Sonneneinstrahlung schützen.

Vorsorgeuntersuchungen

Frauen sollten regelmäßig an Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Neben einer Tastuntersuchung wird die Mammografie zur Früherkennung empfohlen. Gibt es in der engeren Verwandtschaft eine Krebspatientin, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten der Mammografie, ansonsten ist diese Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr für die Patientin kostenfrei.

Zur Vorsorge von Gebärmutterhalskrebs entnimmt der Gynäkologe einen Abstrich vom Muttermund. Mithilfe des PAP-Tests können schon Vorstufen dieser Krebsart erkannt und ggf. frühzeitig behandelt werden.

Die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist Prostatakrebs. Ab dem 45. Lebensjahr wird Männern deshalb empfohlen, eine jährliche digital-rektale Vorsorgeuntersuchung vornehmen zu lassen. Im Blut kann der sog. PSA-Wert gemessen werden. Dieser Wert des prostataspezifischen Antigens ist in der Regel bei Patienten mit Krebs erhöht.

Darmkrebs wird häufig spät erkannt. Zur Vorsorge wird u. a. eine Darmspiegelung ab dem 45. Lebensjahr alle fünf bis zehn Jahre empfohlen.

Zur Vorsorge von Hautkrebs sollte die Haut regelmäßig von einem Arzt untersucht werden. Wenn man selbst beobachtet, dass sich z. B. ein Muttermal verändert oder juckt, sollte man einen Arzt aufsuchen und eventuell die verdächtige Hautstelle entfernen und im Labor untersuchen lassen.

Karin Janowitz

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Durch eine unkontrollierte Zellteilung kommt er zur Bildung von Tumoren. Es gibt gutartige und bösartige Tumoren. Gutartige Tumoren bilden keine Metastasen und greifen ihre Umgebung nicht an. Sie können nur dann gefährlich werden, wenn sie größer werden und benachbarte Organe oder Blutgefäße beengen. Bei bösartigen Tumoren gelangen die Krebszellen in das umliegende Gewebe und sorgen dort für eine Zerstörung gesunder Körperzellen. Sie sind außerdem in der Lage sich durch Mutationen schnell neuen Bedingungen anzupassen. Wird bei einem Patienten ein bösartiger Tumor diagnostiziert, spricht man von Krebs. Man unterscheidet Karzinome, Sarkome sowie Leukämien und Lymphome.

 

Therapie Krebs

Es gibt einige Faktoren, die bei der Wahl der jeweiligen Krebstherapie berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört das Stadium der Krebserkrankung, das Alter und der Allgemeinzustand des Patienten. In einigen Fällen kann auch eine Kombination verschiedener Therapien angezeigt sein. Liegt der Tumor günstig, wird er meist mittels einer Operation entfernt. Damit keine Krebszellen im Körper verbleiben, wird i. d. R. auch umliegendes Gewebe entfernt. Die bei einer Chemotherapie eingesetzten Zytostatika sollen den Tumor am Wachstum hindern, indem sie die Zellteilung unterdrücken. Bei der Strahlentherapie werden die Krebszellen durch die Bestrahlung beschädigt und ein Wachstum des Tumors verhindert.

 

Diagnose Krebs

Die verschiedenen bildgebenden Verfahren, die zur Diagnose von Krebs eingesetzt werden, geben Aufschluss darüber, wo sich der Krebs befindet und wie weit er bereits fortgeschritten ist. Zwei Röntgenverfahren, die bei der Diagnose von Krebs eine Rolle spielen, sind die Computertomografie und die Mammografie. Ohne Röntgenstrahlen kommen hingegen die Magnetresonanztomografie und die Sonografie aus. Eine weitere Möglichkeit ist die Endoskopie, bei der bei Verdacht auf Krebs Gewebeproben entnommen werden können, man spricht hierbei von einer Biopsie. Neben weiteren Laboruntersuchungen gibt es, speziell für Frauen, den sog. PAP-Test, bei dem Zellen aus Gebärmutterhals und Muttermund entnommen und untersucht werden.