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Ratgeber Krebs

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Krebs
Entstehung von Krebs

Es gibt verschiedene Ursachen, die zur Entstehung von Krebs führen können. Dazu gehören z. B. chemische Substanzen, wie sie u. a. in Tabak enthalten sind. Auch Pilzgifte wie z. B. Aflatoxin in Schimmel, können eine Krebserkrankung verursachen. Viren, die speziell bei Frauen zu Krebs im Gebärmutterhals führen können, sind die humanen Papillomviren. Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Viren und Bakterien, die die Entstehung von Krebs begünstigen können. Neben einer genetischen Veranlagung, die vor allem für u. a. Brustkrebs oder Eierstockkrebs relevant ist, können auch bestimmte Strahlungen zu Krebs führen.

Entstehung von Krebs

Körpereigene Schutzsysteme wie die DNA-Reparatur und der sogenannte Programmierte Zelltod bewahren den Körper vor der Entstehung von Krebs. Sind diese Selbstheilungskräfte außer Kraft gesetzt, werden Mutationen an der Erbsubstanz nicht repariert und es kann sich Krebs entwickeln.

Reparatursysteme und programmierter Zelltod

In jeder Körperzelle sind auf den Chromosomen unsere Gene enthalten. An diesen Erbanlagen können sich Schäden entwickeln, die zur Entstehung von Krebs führen können. Falls auf den Genen Schäden entstehen, werden diese in der Regel durch ein Reparatursystem in den Körperzellen wieder behoben. Versagt allerdings das Reparatursystem, kommt es meist zu genetischen Defekten in den Körperzellen mit der Folge eines unkontrollierten Zellwachstums. Dies kann zur Entstehung von Krebs führen.

Ein weiterer Teil des menschlichen Schutzsystems ist der programmierte Zelltod – die Apoptose. Alte und schadhafte Zellen erhalten durch komplexe Signale den Befehl zum „Selbstmord“. Fällt dieser Sicherungsmechanismus durch einen eigenen genetischen Schaden aus, können sich krankhafte Zellen unkontrolliert vermehren und zur Entstehung von Krebs führen.

Faktoren, die zur Entstehung von Krebs führen können

Chemische Substanzen

Im Tabakrauch z. B. sind chemische Substanzen enthalten, die zur Entstehung von Krebs führen können, z. B. Nitrosamine und Benzol. Als krebserregend gilt besonders die Kombination von Tabak und Alkohol. Der Genuss von Tabak führt nicht nur zu einem erhöhten Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, sondern wird auch für die Entstehung von Krebs z. B. in der Mundhöhle, der Speiseröhre und des Kehlkopfes, der Bauchspeicheldrüse und der Harnblase verantwortlich gemacht.

Viele aromatische polyzyklische Kohlenwasserstoffe kommen in Abgasen von Verbrennungsmotoren und im Tabakrauch vor und können Ursache für die Entstehung von Krebs sein. Nitrosamine sind in vielen Lebensmitteln enthalten und können krebserregend sein.

Mykotoxine sind Pilzgifte, die zur Entstehung von Krebs führen können. Im Schimmel ist z. B. das Pilzgift Aflatoxin enthalten, das für die Entstehung von Krebs verantwortlich gemacht wird.

Viren

Frauen, bei denen humane Papillomviren des Typs 16 und 18 in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses festgestellt wurden, haben ein erhöhtes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Hepatitis-B-Viren können zu Leberentzündungen führen, die die Entstehung von Leberkrebs bewirken können.

Bakterien

Das Bakterium Helicobacter pylori löst Entzündungen der Magenschleimhaut aus und gilt als Hauptverursacher von Magenkrebs. Nach Informationen des Umwelt-Medizinischen-Informationsdienstes tragen 35 % der Deutschen dieses Bakterium in sich und 20.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich neu an Magenkrebs. Wieso nicht alle Bakterienträger Krebs bekommen, ist der Wissenschaft noch nicht bekannt.

Strahlungen

Für die Entstehung von Hautkrebs ist u. a. eine starke Sonnenexposition verantwortlich. Radioaktive Strahlen können z. B. Leukämie verursachen. Strahlung radioaktiver Stoffe, Röntgen-Strahlung und das UV-Licht der Sonne können Krebs auslösen.

Genetische Veranlagung

Die Veranlagung, die zur Entstehung einer Krebserkrankung führen kann, spielt bei z. B. Brustkrebs oder Eierstockkrebs eine Rolle. Dies bedeutet, dass eine Frau, in deren Verwandtschaft Brustkrebs vorkommt, ein höheres Risiko haben kann, ebenfalls an Krebs zu erkranken. Auch für andere Krebserkrankungen kann eine genetische Veranlagung für die Entstehung von Krebs mitverantwortlich sein.

Karin Janowitz

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Diagnose Krebs

Die verschiedenen bildgebenden Verfahren, die zur Diagnose von Krebs eingesetzt werden, geben Aufschluss darüber, wo sich der Krebs befindet und wie weit er bereits fortgeschritten ist. Zwei Röntgenverfahren, die bei der Diagnose von Krebs eine Rolle spielen, sind die Computertomografie und die Mammografie. Ohne Röntgenstrahlen kommen hingegen die Magnetresonanztomografie und die Sonografie aus. Eine weitere Möglichkeit ist die Endoskopie, bei der bei Verdacht auf Krebs Gewebeproben entnommen werden können, man spricht hierbei von einer Biopsie. Neben weiteren Laboruntersuchungen gibt es, speziell für Frauen, den sog. PAP-Test, bei dem Zellen aus Gebärmutterhals und Muttermund entnommen und untersucht werden.

Neben genetischen Faktoren, gibt es auch zahlreiche weitere Aspekte, die die Entstehung von Krebs begünstigen können. Dazu gehören z. B. Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Übergewicht, vermehrter Alkohol- und Tabakkonsum sowie der häufige Verzehr von rotem Fleisch. Es ist deshalb wichtig, sich regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, um eine mögliche Krebserkrankung frühzeitig zu diagnostizieren. Für Frauen gibt es die Möglichkeit der Tastuntersuchung der Brust, der Mammografie und des sog. PAP-Tests. Männer sollten ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine digital-rektale Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, um eine mögliche Prostatakrebserkrankung festzustellen. Auch eine Untersuchung durch den Hautarzt und eine Darmspiegelung dienen der Vorsorge.

Durch eine unkontrollierte Zellteilung kommt er zur Bildung von Tumoren. Es gibt gutartige und bösartige Tumoren. Gutartige Tumoren bilden keine Metastasen und greifen ihre Umgebung nicht an. Sie können nur dann gefährlich werden, wenn sie größer werden und benachbarte Organe oder Blutgefäße beengen. Bei bösartigen Tumoren gelangen die Krebszellen in das umliegende Gewebe und sorgen dort für eine Zerstörung gesunder Körperzellen. Sie sind außerdem in der Lage sich durch Mutationen schnell neuen Bedingungen anzupassen. Wird bei einem Patienten ein bösartiger Tumor diagnostiziert, spricht man von Krebs. Man unterscheidet Karzinome, Sarkome sowie Leukämien und Lymphome.